Von der Tradition zum Kunstwerk zur Marke

Die Tradition des Radschlagens gilt als eine der ältesten Traditionen der Stadt Düsseldorf. Um ihre Entstehung ranken sich viele Mythen. Eine der bekanntesten Geschichten dreht sich um die Schlacht von Worringen. Im Jahr 1288 hatte Graf Adolf den Kölner Erzbischof in einer Schlacht vernichtend geschlagen. Somit erhielt Düsseldorf als Sieger die Stadtrechte. Daraufhin sollen viele Einwohner, besonders Kinder, auf die Straße gelaufen sein und voller Freude Räder geschlagen haben.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts, entdeckten viele Kinder, dass das Radschlagen eine gute Methode war, um etwas Geld zu verdienen. „För eene Penning“, für einen Pfennig, schlugen sie Räder für die vielen Besucher, die für große Ausstellungen in die Stadt kamen.

Heute lässt sich diese Tradition so gut wie nicht mehr beobachten. Dafür lockt der jährliche Radschläger-Wettbewerb am Rheinufer viele Besucher an, wenn Schulkinder um die Wette Räder schlagen. Und auch im Stadtbild finden sich die Radschläger überall – als Skulpturen, Denkmäler oder Verzierungen auf Gullydeckeln. Einer der bekanntesten ist der ikonische Radschläger von Goldschmiedekünstler Friedrich Becker. Als Stadtgoldschmied entwarf er in den 50er Jahren die Bürgermeisterkette, deren Kettenglieder Radschläger angedeutet darstellen und verwendete erstmalig das Motiv des Radschlägers. Noch heute wird sie bei repräsentativen Anlässen von den Oberbürgermeistern Düsseldorfs getragen. Das Motiv des Radschlägers als lebensfrohes Symbol lies Friedrich Becker nicht los und so entwarf er etwas später, im Jahr 1960, den bekannten Radschläger, der als Türklopfer an der Lambertus Kirche in der Düsseldorfer Altstadt angebracht ist. Seither ist der ikonische Radschläger fest im Stadtbild verankert. Beckers letztes Radschläger Kunstwerk ist die Radschläger Würfel-Skulptur, die erst nach seinem Tod im Jahr 1997 aufgestellt wurde. Bei einer Kunstaktion im Jahr 2001 schmückten an die 100 lebensgroße Becker Radschläger Skulpturen die Stadt – jede einzigartig gestaltet durch etablierte Künstler, Nachwuchskünstler und diverse soziale Organisationen. Beckers größter Traum, einen Radschläger auf der Kaimauer zu montieren, der die Schiffe auf dem Rhein begrüßen sollte, konnte leider bis heute nicht verwirklicht werden. Dafür hat der Prof. Friedrich Becker Verein mit Hilfe vieler Unterstützer bewirkt, dass im Mai 2022 eine große Radschläger-Skulptur auf dem Campus der Hochschule Düsseldorf (HSD) errichtet werden wird.

Für uns ist der Radschläger das perfekte Symbol für die Stadt Düsseldorf. Denn Düsseldorf ist mehr als nur der Rhein, die Altstadt oder der Fernsehturm. Düsseldorf ist die Summe von allem, was diese Stadt zu einer der lebenswertesten Städte weltweit macht – lebensfroh, weltoffen und modern. All das verkörpert der schwungvolle Radschläger von Friedrich Becker und macht ihn zum sympathischen, von Tradition geprägten Wahrzeichen der schönsten Stadt am Rhein.

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